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Untergang für "Der Untergang"

Europäischer Gerichtshof stoppt Führerbunker-Homestory

Der Presserummel war schon angelaufen. Und eigentlich sollte in diesen Tagen der neue Film "Der Untergang" von Oliver Hirschbiegel bundesweit in den Kinos durchstarten. Doch nun zeichnet sich eine verblüffende Wendung ab. Denn nach dem erst kürzlich erlassenen sogenannten "Caroline-Urteil" des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte könnte der Streifen ein unzulässiger Eingriff in die Privatsphäre des Alt-Reichskanzlers sein. Das meinen jedenfalls die Anwälte Peter Michael Diestel und Horst Mahler, die im Namen der Angehörigen Klage gegen den Streifen eingereicht haben.

Dabei war alles so gut gemeint. Nach einem Sachbuch von Joachim Fest und Erinnerungen seiner Sekretärin sollte in dem Film endlich einmal der Führer des gar nicht mehr so großdeutschen Reiches als ein Mensch mit ein paar kleinen Macken und in einer vertrackten Lebenslage gezeichnet werden. Wie der Nachrichtensender n'tv aus eigener Anschauung berichtete, stelle Bruno Ganz darin den Diktator "beängstigend real" dar. Also so real, wie wir ihn aus der Darstellung durch Bruno Ganz kennen.

Die Frage ist nun allerdings, ob hier wirklich schon das sogenannte "Caroline-Urteil" greift. Bekanntermaßen nimmt dieses Politiker vom Schutz der Privatsphäre aus. Aber wie Maybritt Schicklgruber und Soraya Goebbels, die Sprecherinnen der betroffenen Familien, anmerken, liegt darin eine eklatante Diskriminierung. Hinzu komme noch die unterschwellige Benachteiligung von Behinderten, denn über das Parkinsonleiden oder den Klumpfuß von Michael Jackson werde in den Medien auch nur selten berichtet.

Außerdem sei gar nicht klar, ob Adolf Hitler wirklich jemals Politiker gewesen sei. Er habe sich schließlich immer als Gefreiter und Künstler verstanden. Und die zum Beweis gerne zitierte Stelle aus "Mein Kampf", wo er von sich schrieb "ich aber beschloss Politiker zu werden" drücke nur den Wunsch, aber keineswegs dessen Realisierung aus.

Aus all diesen Gründen hat der europäische Gerichtshof für Menschenrechte jetzt auch eine einstweilige Verfügung gegen den Film erlassen, bis der Sachverhalt juristisch einwandfrei geklärt ist. Zustimmung kommt dabei von den Alt-Bundeskanzlern Helmut Kohl und Gerhard Schröder. Sie sprachen ihre Genugtuung darüber aus, dass nunmehr Politiker nicht mehr Freiwild für die Presse seien.

Henning Helmhusen

 

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