Gewinner des Bad Taste Press Award 2005
07.01.2005
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verbraucherschutz
Wer schützt uns Verbraucher?
So wie Eva-Magda Jelinek (32, Foto links) aus Bottrop ging es vielen: "Ich wollte mir einen PC mit Maus kaufen. Da kam mir das Angebot des Mediamarkts gerade recht. 16 % Rabatt! Das Teil hab ich mir sofort geholt. Denn immer, wenn irgendwo etwas herabgesetzt ist, schlage ich zu. Neulich habe ich mir ein Negligé (siehe Foto, Anm. d.Red.) gegönnt, das von 299 Euro auf 199 runter war. Da hab ich hundert Euro gespart. Das sind zweihundert Mark!", so die pfiffige und preisbewusste Kundin. Doch Pustekuchen: Der PC war kurz vorher im Preis heraufgesetzt worden, wie auch der SPIEGEL berichtete. Jelinek sparte nur 3 Euro (immerhin 6 Mark). Der Rest fehlt aber jetzt in ihrem Portemonnaie! Verbraucherschützer und Europäischer Werberat sind alarmiert: Statt den Konsum und somit unsere Wirtschaft mit konstant hohen Preisen zu stützen, verführen raubtierkapitalistische Discounter den Kunden mit niedrigen Preisen und locken mit Rabatten, bei denen die Kunden nichts sparen. Verbraucheranwalt Ralf Naderer fordert hohe Festpreise für alle Produkte, damit alle Kunden ohne Preisvergleiche einkaufen und dem Staat die dringend benötigte Mehrwertsteuer zuführen können. An einem gesetzlich festgelegten Rabatt-Tag, am besten am 1. Mai, sollten alle Preise dann um 16% purzeln, so Naderers innovativer Vorschlag.
Frau des Tages
Giulia (26, Finanzbeamtin) hat sich einen heißen Ofen im Mediamarkt gekauft und die Mehrwertsteuer gespart. Doch jetzt hat sie ein schlechtes Gewissen: "Vater Staat hat mir so viel Gutes getan, jetzt gebe ich ihm etwas zurück." Den Fehlbetrag will sie an die Kaffeekasse ihres Finanzamts spenden.

Morgen in :
"Zeig Dein Arschgesicht"

Die schlimmsten Ehe-Unfälle
Vielen Eheleuten ist er schon zum Verhängnis geworden: Der Ehering. Die einen bleiben damit in der Tastatur ihres PCs hängen, die anderen reißen sich den Finger beim Bowling ab. Verbraucherschützer fordern nun alle Juweliere auf, die Kunden beim Kauf eines Rings über die Gefahren aufzuklären. Außerdem sollten Eheringe mit einem eingravierten Warnhinweis versehen werden. Ralf Naderer: "Viele Menschen gehen völlig unvorbereitet in die Ehe. Da steht der Staat in der Verantwortung und sollte eine Art Ehe-TÜV einführen, um die Bürger zu größerer Mündigkeit zu erziehen. Was auch nötig wäre, ist eine staatliche Heiratsvermittlung. Nur so lassen sich Katastrophen-Ehen wie die von Dieter Bohlen und Verona Pooth verhindern. Indem der Staat die passenden Partner zusammenfügt, sorgt er auch dafür, dass der Generationenvertrag eingehalten wird." Viele Ledige wie Eva-Magda Jelinek wittern schon Morgenluft, denn der freie Markt hat bei ihr völlig versagt, was die Chance auf einen treusorgenden Mann angeht.
-Sonntagsfrage:
Welche Partei würden Sie wählen?


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