10.10.2004

Skandal in Stockholm: Jelinek gedopt?

Die Verleihung des diesjährigen Nobelpreises für Literatur entwickelt sich allmählich selbst zu einem Krimi. Es begann mit Vorwürfen, von österreichischer Seite seien mehrere der offiziellen Punktrichter bestochen worden, um einfache Körpertreffer der eigenen Kandidatin unberechtigterweise als Schläge unter die Gürtellinie zu werten. Doch hiermit nicht genug. Wie eine Bombe platzten nämlich als nächstes die Ergebnisse der ersten B-Probe herein. Danach ist das Blut der Schriftstellerin so ätzend, daß sich dies auch nicht durch das gemeinsame Training mit Jörg Haider im Kärtner Hochland erklären lässt.

Die schnell nachgeschobene Behauptung von Elfriede Jelinek, ihr sei vom österreichischen Kunstcoach Alfred Hrdlicka ohne ihr Wissen Schwefelsäure in die Zahnpasta geschmuggelt worden, fand beim Internationalen Literarischen Komitee keinen Glauben. Konsequenz: der Nobelpreis ist erst mal futsch. Allerdings soll die Ehrung dennoch aus Proporzgründen in den deutschsprachigen Raum gehen. Als Auswechselspieler sind hier neben Dieter Bohlen auch der nur Kennern bekannte Satiriker Henning Helmhusen im Gespräch.

elfriede jelinek