Das lilarote paneuropäische Boulevardmagazin

März

Prinzessin von Jülich:
Heiratet sie bald?


Prinzessin
Cassandra von Jülich

Prinzessin Cassandra von Jülich gibt sich geheimnisvoll. Aber gut informierte Kreise wollen wissen: Cassandra und ihre Lebensgefährtin, die Modeschöpferin Halima Krasniqi, wollen sich das Ja-Wort geben. Kennen gelernt hatten die beiden sich auf dem EU-Sozialgipfel in Split. Halima Krasniqi war aus Albanien geflüchtet, wo immer noch die Heterosexuellen-Ehe erlaubt ist. In einem Gespräch mit Klatschmohn hatte Krasniqi die menschenverachtenden Umstände ihres Heimatlandes kritisiert: "Schon als Teenager wird man darauf konditioniert, dass es die natürlichste Sache der Welt sei, mit einem Mann intim zu sein. In Albanien dürfen Männer Frauen ungestört hinterherpfeifen und ihnen Komplimente machen." Sozialministerin Ilona Keynes will Albanerinnen mit hohen Prämien dazu bewegen, in die EU zu kommen.
Bericht: Sappho Hagen

Power-Frau des Monats:
Ilona Keynes: Sozialministerin der EU


Powerfrau Ilona Keynes
zuhause ...

... und bei ihrer
Amtseinführung

Die jüngste EU-Ministerin aller Zeiten, die gestern ihr Amt antrat, ist gerade erst 26 Jahre alt geworden. Das Energiebündel hat einiges vor: Sie will den Länderfinanzausgleich der EU forcieren, um soziale Ungerechtigkeiten abzubauen.

"Es kann nicht sein, dass es Männer in Katalonien gibt, die immer noch mehr verdienen als Frauen im Saarland". Durch die Einführung einer Cross-Gender-Solidaritätsabgabe und durch eine progressive Geldaufnahmepolitik will Ilona Keynes diesem Missstand Abhilfe verschaffen.

"Langfristig gesehen sind wir alle weiblich", so definiert Keynes ihre Politik zur Schaffung der Gleichheit der Geschlechter durch eine sozial verträgliche Harmonisierung der y-chromosomal herausgeforderten Menschen.

Zu ihren weiteren Arbeitsschwerpunkten gehört die Förderung der Gentechnik, vor allem im Bereich der Parthenogenese. Ziel ist die weitgehende Unabhängigkeit von Y-Inseminationen, welche in der Historie der Gender-Kriminalität eine entscheidende Rolle gespielt hatten. Außerdem will sie ein Verbot aller Sadomaso-Praktiken durchsetzen, da dieses Verhalten bewiesenermaßen ein Relikt männlich geprägter Sexualität sei.
Bericht: Andrea von Lahnstein

Impressum:

Maybrit Schwarzer (Herausgeberin)

Sappho Hagen
(Chefredakteurin)

Andrea von Lahnstein
(Genderbeauftragte
)


Sappho Hagen bei der Recherche

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Kurzinterview des Tages

Heute: Rockröhre Isabel Bsirske

KLATSCHMOHN: Isabel, Deine neue Band "Interahamwe" hat auf Anhieb den EU-Sprung in die Top-Ten geschafft. Woran liegt das?
ISABEL: Ich glaube, mein Engagement in der Frauengewerkschaft hat mir viele neue Fans verschafft. Ich habe etwa durchgesetzt, dass auch die letzte Männernische in Paris, das Müllabfuhrgewerbe, paritätisch mit Frauen besetzt wird.
KLATSCHMOHN: Seitdem stapeln sich dort die Müllberge auf den Straßen ...
ISABEL: Das liegt daran, dass die verbliebenen Müllmänner ihrer sozialen Verantwortung nicht gerecht werden wollen und wir Frauen die Hälfte der Drecksarbeit übernehmen müssen.
KLATSCHMOHN: Woher kommt eigentlich der Gruppenname "Interahamwe"?
ISABEL: Das war im letzten Jahrhundert irgend so eine soziale Bewegung in Ruanda, wenn ich mich nicht irre. Ich fand den Namen einfach geil!

Das Interview führte Maybrit Schwarzer


Isabel Bsirske

Selbsthilfegruppe für schöne Frauen


Eine neue von der EU unterstützte Selbsthilfeorganisation befasst sich mit den Problemen so genannter schöner Frauen.

Da viele atavistisch geprägte Menschen immer noch symmetrische Gesichter als wertvoller empfinden und damit den Gleichheits-Grundsatz verletzen, fühlen sich viele betreffende Frauen zu Unrecht ausgegrenzt und beneidet.

Viele dieser "schönen" Frauen haben es schwer eine Partnerin zu finden und greifen nur zu bereitwillig auf Männer zurück, um ihrem Alleinsein zu entkommen.

Überdurschnittlich viele dieser Frauen sind zudem falsch sozialisiert worden und glauben unbewusst, durch ihr Aussehen Privilegien genießen zu dürfen, die ihnen nicht zustehen.

Skandal um Geigerin Helena Askatasuna


Helenas Ex-Geliebte Sandra Aznar, Präsidentin des EU-Werberats, behauptet im EU-Kurier: Helena hatte vor drei Jahren etwas mit einem Mann!

"Es passierte während ihres Aufenthalts in der Schweiz. Sie verschwand für eine Stunde im Hotelzimmer mit einem Y-Menschen! Danach wirkte sie wie neugeboren. Ich war am Boden zerstört."

Ist an diesem ungeheuerlichen Gerücht etwas dran, oder ist dies Sandras Rache dafür, dass Helena mit ihr Schluss gemacht hatte? Helena Askatasuna war bislang nicht zu einer Stellungnahme bereit.

Insider vermuten aber schon seit langem, dass in Helenas Sexualleben etwas nicht stimmt. So soll in ihrem Jugendzimmer angeblich ein Poster des männlichen Musikers Robbie Williams gehangen haben.

Helena wuchs bis zu ihrem elften Lebensjahr mit ihrem "Vater" auf, bis dieser wegen eines Genderdelikts inhaftiert wurde.


Helena Askatasuna

Küchentipp

Wie mache ich alte Gurken wieder knackig?

Einfach eine halbe Stunde lang in lauwarmes Salzwasser einlegen und etwas Essig zusetzen. Das strafft das Gurkengewebe. Der Zusatz von etwas Nagellack-Entferner sorgt zudem für eine gefühlsechte Oberfläche und erleichtert den Import. Funktioniert nicht bei weichen Bananen!

Filmtipp:
Herr Hohmann

TV-Tipp:
Statthafte Liebe

Euro Warez

Sprachwitz des Monats

Was heißt auf arabisch „Glatze“?


Antwort: Dawam al Haada

Dieser Witz spielt gekonnt mit typisch arabischen Lautfolgen. Alle drei Bestandteile des Sprachwitztextkörpers existieren auch als originär arabische Vokabeln: „dawam“ (Dauer), al (Artikel), haada (dieser). Beim Rezitieren der Antwort (deutsche Aufschlüsselung: „Da war mal Haar da“) wird der humoristische Effekt verstärkt, indem man mit dem Zeigefinger auf den eigenen Kopf deutet. Mehr Sprachwitze finden Sie hier.

Phagoskop

Das phagologische Horoskop basiert auf einer alten afghanischen Tradition und charakterisiert Menschen anhand ihrer kulinarischen Vorlieben. Mehr Infos finden Sie hier.

Heute: Äpfel.

Die Liebe fällt diesen Monat nicht weit vom Stamm, so dass Sie hier etwas ruhiger treten können. Beruflich will Ihre Chefin Sie möglicherweise um den wohlverdienten Alleinerziehungsurlaub bringen. Wenden Sie sich an Ihren Gender-Betriebsrat, sonst könnte Ihnen einiges blühen!

Pin-Up-Girl des Monats



Silvia, 23, Polizistin und Carnetarierin aus Wien, kann ganz schön streng sein: Mit ihrem Gummiknüppel bestraft sie Sünderinnen, die zu schnell durch den Verkehr rasen. "Ich habe schon viele Frauen aus dem Verkehr gezogen, die es zu eilig hatten", so die scharfe Beamtin, die gerne im Lesbenschwarzraum "Holoferna" abheizt. Stimmt Silvia, gute Dinger wollen Weile haben!

 

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