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Porsch-Vorwürfe gegen Stasi gehen weiter

Wieder einmal ist die Staatssicherheit der ehemaligen DDR Opfer einer beispiellosen Verleumdungskampagne der BRD-Medien geworden. Aber weil sie sich seit der Wende in den Untergrund abseilen musste, fällt es ihr äußerst schwer, gegen den haltlosen Vorwurf Stellung zu beziehen, der sächsische Spitzenkandidat der PDS, Peter Porsch, habe in ihren Diensten gestanden.

N’T, dem führenden investigativen Magazin in Deutschland, ist es nun endlich gelungen, auch einmal die Seite der Stasi zu Wort kommen zu lassen. Hierzu führten wir ein konspiratives Interview mit zwei Offizieren der 'Hauptverwaltung Aufklärung'. Aus naheliegenden Gründen müssen die Namen unserer Gesprächspartner geheim bleiben.

N’T: Sie betonen immer wieder, dass Sie die eigentlichen Verlierer der Wiedervereinigung sind. Wie müssen wir das verstehen?

Erster Führungsoffizier: Es ist oft die Rede von "Stasiopfern". Aber wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umschaue, dann kenne ich eigentlich nur eine Art von Stasiopfern, nämlich all diejenigen, die wegen ihrer Mitarbeit beim MfS heute verfolgt werden.

Zweiter Führungsoffizier: Genau. Wir hatten sichere Arbeitsplätze. Aber die BRD hat uns keinen Bestandsschutz gewährt. Für unsere jahrelange aufopferungsvolle Arbeit zur Erhaltung des Friedens sind wir ganz im Gegenteil auf vielfältige Weise drangsaliert worden, z. B. indem man uns unsere Akten weggenommen hat.

N’T: Wenn das so ist, warum melden Sie sich dann nicht offen zu Wort? Die deutsche Öffentlichkeit hat doch großes Verständnis für solche Argumente und für Leute, die für ihre Ideale, gleich welche, gekämpft haben.

Erster Führungsoffizier: Wir wollen zu unserer Biografie stehen. Ist das zu viel verlangt? Und unsere Biografie ist eben, dass wir im Geheimen arbeiten und dabei auch nicht vor Lüge und Betrug zurückschrecken, um unsere Spuren zu verwischen.

N’T: Das leuchtet uns ein. Doch führt das nicht letztlich dazu, dass sie mit jeder noch so dubiosen Figur, ob Günter Wallraff, Gregor Gysi oder jetzt Peter Porsch, in Verbindung gebracht werden können?

Zweiter Führungsoffizier: Ja, das ist leider so. Mit uns Stasiopfern kann man es ja machen. Nehmen Sie nur mal diesen Peter Porsch. Laut Welt vom 20. August behauptet er über seine Zeit in der DDR: "Ich hatte kein Misstrauen gegen dieses Land." Er habe "immer ohne Argwohn mit den Vertretern der Obrigkeit" gesprochen. Meinen Sie im Ernst, dass wir mit so jemand etwas hätten anfangen können?

Erster Führungsoffizier: Der Mann ist mit dieser Naivität vielleicht qualifiziert, Ministerpräsident von Sachsen zu werden, aber als Mitarbeiter wäre der nicht zu gebrauchen gewesen. Allein schon seine freiwillige Übersiedlung 1973 in die DDR sollte doch eigentlich zeigen, dass seine Intelligenz selbst von unseren Spürhunden in den Schatten gestellt worden wäre.

N’T: Nun wehrt sich Herr Porsch ja energisch mit einstweiligen Verfügungen gegen alle Unterstellungen, er habe für die Stasi gearbeitet. Warum helfen Sie ihm da nicht etwas, um sich vom Verdacht seiner Mitarbeit reinzuwaschen?

Zweiter Führungsoffizier: Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass Herr Porsch uns ohne unser Wissen zugeschöpft hat.

Erster Führungsoffizier: Das, und er möchte vielleicht für sich selbst den Status eines Stasiopfers sichern, um unsere ehemaligen Mitarbeiter als Wähler auf seine Seite zu ziehen. Wie sollten wir dagegen etwas ausrichten?

N’T: Sie könnten z. B. aufdecken, wer der richtige IM Christoph war.

Zweiter Führungsoffizier: Aber da haben wir doch das Problem. Es gab ja überhaupt keine informellen Mitarbeiter.

N’T: Keine informellen Mitarbeiter? Und was steht dann in den ganzen Akten, die Frau Birthler verwaltet?

Erster Führungsoffizier: Das war doch nur ein Spaß. Wir hatten Langeweile und da haben wir das einfach erfunden, um Leuten, die nach einer möglichen Wiedervereinigung wegen ihrer sozialistischen Ansichten schnell in der BRD aufsteigen würden, vorsorglich Steine in den Weg zu legen.

N’T: Das war dann aber ein Bumerang, wenn man sich anschaut, wie viele es doch geschafft haben.

Zweiter Führungsoffizier: Tja. Wenn das der Mielke gewusst hätte!

N’T: Wir danken Ihnen für dieses Gespräch, das vielen Lesern bestimmt die Augen öffnen wird, wie verzerrt die Berichterstattung in den etablierten Medien über die Staatssicherheit ist, und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit.

Das Interview führte Henning Helmhusen

ImmobilienScout24.de