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18.08.2014
Kabul
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WELTWIRTSCHAFT

Globales Wachstum ohne Kerneuropa

Die letzten vier Jahre haben es überdeutlich gezeigt: Europa ist der kranke Mann der Welt, und am siechesten ist Deutschland. Während vor allem die asiatischen und lateinamerikanischen Neo-Tiger wie Afghanistan oder Costa Rica teilweise zweistellige Wachstumsraten verzeichnen, will es in Europa einfach nicht vorangehen, abgesehen von einigen osteuropäischen Ländern wie Kroatien, Estland und Rumänien.

Der Rat der 30 EU-Weisen führt die Konjunkturschwäche auf das anhaltende Lohn- und Steuerdumping der raubtierkapitalistischen ehemaligen Dritte-Welt-Länder zurück, die sich einen ruinösen Wettbewerb mit der EU lieferten. Experten des Radikalliberalen Instituts in Bonn dagegen machen die "zunehmend bürokratischeren und totalitäreren EU-Strukturen" für die Misere verantwortlich. "Europa ist zu einer Art moderner Sowjetunion mutiert", meint auch Martina Jacová, die Sprecherin der Libertären Partei. "Statt sich dem Wettbewerb zu stellen, schottet sich Europa immer mehr ab. Doch Protektionismus, Euro-Chauvinismus und Harmonisierungswahn werden ebenso zum Kollaps führen wie es seinerzeit der Ostblock erleben musste. Jetzt haben sich die Vorzeichen umgedreht: Der Westblock wird von Betonköpfen regiert, die ihre Bürger ins Elend führen, während weltweit der Wohlstand ausbricht."

Regierungssprecherin Wagenknecht bezeichnete Jacovás Kritik indes als "unsolidarische und neokapitalistische Propaganda". Die Zahlen der UNO scheinen Jacová jedoch recht zu geben: Selbst innerhalb der Peergroup der alten westlichen Industrieländer hinken kerneruopäische Staaten wie Deutschland und Frankreich weit hinterher. Noch vor zwanzig Jahren hatte Deutschland sogar ein höheres Pro-Kopf-Einkommen als Großbritannien. Das reichste von allen Flächenländern ist nach wie vor das rohstoffreiche Australien, was vor allem auf die Preisexplosion bei Silber, Gold und Uran zurückzuführen ist. Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen wirtschaftlichen Eckdaten für einige ausgewählte Länder:

Land
Pro-Kopf-Einkom.
in US$
Jährliches Wachstum in % (Ø 2010-2014)
Arbeitslosenquote in %, Juli 2014
Afghanistan
5789
21,8
0,9
Argentinien
13400
1,3
8,4
Äthiopien
2281
13,3
1,4
Australien
54713
6,3
3,4
Brasilien
12890
4,0
5,8
China
11083
6,3
3,2
Costa Rica
17315
14,8
0,0
Deutschland
19481
-2,4
13,7
Estland
36134
7,7
2,4
Frankreich
23099
-1,1
15,2
Großbrit.
34102
1,2
5,1
Indien
7513
8,7
2,6
Indonesien
5230
4,5
3,3
Irak
6780
6,0
1,9
Iran
6410
3,2
5,3
Italien
24143
0,4
8,3
Japan
38150
0,3
6,1
Kanada
32168
1,0
5,4
Korea (N+S)
20140
4,2
13,6
Kroatien
21540
5,7
6,1
Kuba
2377
-1,5
9,1
Marokko
8639
5,9
4,0
Mexiko
16730
6,2
3,2
Nigeria
3204
11,5
2,0
Niederlande
31430
1,4
7,4
Pakistan
4513
8,4
3,9
Polen
19578
3,3
6,2
Rumänien
12310
8,3
4,2
Russland
19383
4,8
4,5
Schweden
28141
1,1
9,3
Schweiz
44710
1,0
4,7
Simbabwe
3110
6,3
9,4
Spanien
21048
0,5
7,8
Südafrika
16711
4,6
7,3
Thailand
14500
5,6
3,0
Türkei
11103
6,9
6,0
Ukraine
10781
8,5
4,1
Usbekistan
8551
12,2
3,4
USA
39145
1,3
3,1
Venezuela
6410
-2,5
14,4
Ver. Emirate
43829
3,5
4,4
Weißrussland
6100
8,4
2,3

Von Sören Santuzzo