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Lachen gefährdet die Gesundheit
von
Henning Helmhusen

Nach Rauchen, Alkohol und Fett ist nun auch das Lachen auf die Abschussliste von Gesundheitspolizisten geraten. Los ging es mit einer Klage in den USA, bei der die Produzenten von Comedy Shows auf 111 Milliarden Dollar Schadensersatz verklagt wurden. Ihre Sendungen hätten zu Verspannungen des Zwerchfells, zu Lachfalten und in nicht wenigen Fällen sogar dazu geführt, dass sich Zuschauer zu Tode gelacht hätten.

Und damit nicht genug. Das Weitererzählen von Witzen bei Autofahrten und am Arbeitsplatz könne Unfälle provozieren, und allein schon der schiere Zeitverlust durch Lachen führe zu einem unabsehbaren Schaden für die Volkswirtschaft, wozu dann noch die immensen Kosten durch Passivlachen kämen.

Die Klage hat prominente Unterstützer wie den Ex-Vizepräsidenten Al Gore mit seiner Organisation "No Laughing Matter, Inc.". Einer der stärksten Kritikpunkte der Anti-Lacher ist dabei, dass Comedy Shows bereits Kinder und Jugendliche an das Lachen heranführen. Deshalb sollen als erstes lachgefährliche Produkte auf freiwilliger Basis von der Industrie gekennzeichnet werden, wenn diese staatliche Sanktionen vermeiden will. Musik-CDs würden in Zukunft dann Aufkleber tragen wie "Parental Advisory: Contains Funny Lyrics", während Videos mit einem großen "L" zu versehen wären sowie mit abschreckenden Bildern von Langzeitlachern.

Nun schwappt die Welle von Amerika auch zu uns herüber. Unter der Schirmherrschaft von Peter Scholl-Latour hat sich hierzulande eine "Anti-Spaß-Guerilla" formiert, die, wie es in einem ihrer ersten Flugblätter heißt "ernst machen will mit lachbefreiten Zonen". Ziel ist hierbei eine allgemeine Lachsperre außer in Kellerräumen.

Der "deutsche Weg" zur Humorbekämpfung setzt überhaupt weit stärker auf Regulierungen und Verbote. So soll etwa ein zentrales Register aller noch zugelassenen Witze in Emden, Ostfriesland, eingerichtet oder die Satirekennzeichnung bundeseinheitlich geregelt werden. Die Grundlage bildet wie immer das Grundgesetz, das schließlich Humor nicht ausdrücklich erlaubt. Freuen wir uns also, denn schon bald könnte der Slogan der Humorlosen auch bei uns Wirklichkeit werden: "Die Lage war noch nie so ernst."

Krankgelacht (Foto: Klatschmohn)

 
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